Die maskulinistische Bedrohung
Der in den 1970er Jahren aufgekommene Begriff "Maskulinismus" umfasst alle Arten von Bewegungen, die die Idee teilen, dass Männer durch die Forderungen der Feministinnen bedroht werden. Dabei ist der Maskulinismus keineswegs das Gegenteil des Feminismus, der sich für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzt: Er propagiert die Herrschaft der Männer über die Frauen, die auf ihrem "natürlichen" Platz als Ehefrau und Mutter bleiben sollen. Maskulinistische Diskurse haben seit der #MeToo-Bewegung deutlich zugenommen und verbreiten sich vor allem in sozialen Netzwerken, der sogenannten "Manosphäre". Ihre bevorzugte Zielgruppe ist ein junges Publikum, das gerne Ratschläge zum persönlichen Erfolg, zum Muskelaufbau oder zum Flirten erhält. Einige radikalisierte Männer müssen auch in der Schweiz aufmerksam beobachtet werden, da ihr Hass auf Frauen sie zu Gewalttaten verleitet. Warum erlebt der Maskulinismus heute einen neuen Aufschwung? Was unternimmt die Schweiz, um diese Diskurse zu bekämpfen?
